Sammlung Ingo von Garnier:

Die Post in Gleiwitz 1817 bis 1945

87 Blatt.

Wir freuen uns, diese hervorragende und vielfach hoch prämierte Sammlung hier für alle Interessierten kostenlos zum Download bereitstellen zu können.

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Download Gleiwitz-Sammlung

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Anschauen dieser Sammlung!

Ingo von Garnier hat für alle Interessenten einige Ratschläge zusammengestellt, wie Sie anhand der vorliegenden Sammlung auch Ihr eigenes Exponat bereichern können:

Auch wenn die Gleiwitz-Sammlung den NDP nur auf wenigen Blatt behandelt, so bietet sie doch eine Fülle an postgeschichtlichen Fakten, die zur Beschreibung von Briefen anderer Gebiete genutzt werden können.

Ziel des Exponates:   Ein Maximum an postgeschichtlichen Hintergründen darlegen. Kein Blatt ohne postgeschichtliche Fakten.

Beispiele: Für die Postbenutzer war es immer schon wichtig, daß sie bei Verlust eines Paketes oder einer Einschreibsendung einen Ersatz von der Post erhielten. Dies wird so gut wie nie in ausgestellten Exponaten erwähnt, geschweige denn herausgestellt; vergl. Seiten 25 und 57.

Zuschlagsporto für un- oder unterfrankierte Briefe gab es auch schon vor 1868! vergl. Seite 15.

Bevor eine Nachnahme ausgezahlt wurde, mußte die Bestätigung des Geldeinzuges vom Zielpostamt zurück sein; vergl. Seite 20.

Zustellungsurkunden wurden schräg gefaltet, damit der sie begleitende Brief hineingeschoben werden konnte; vergl. Seite 11.

Zwei Klischee-Einsätze in Maschinenstempel waren verboten; vergl. Seite 68.

Die 1948 in der DDR allgemein verwendeten Bezirkshandstempel wurden bei der Reichspost auf Postanweisungen gesetzt; vergl. Seite 60.

Die Berechtigung zur Paket-Selbstbuchung wurde von der Post schon vor 1900 erteilt; vergl. Seite 58.

Unter das Kriterium FORSCHUNG fällt:   Bei jedem Aufgabestempel ist das nachgewiesene Jahr des ersten Auftauchens und der letzten Verwendung aufgeführt. An gleicher Stelle jeweils rechts über den Belegen.

 

Zur BEDEUTUNG der Stadt Gleiwitz:  Die beiden ersten Absätze auf Seite 2 können ergänzt werden mit dem Hinweis, daß in Gleiwitz 1916/1917 zeitweise die Verwaltung des Großen Hauptquartiers stationiert gewesen war. (Seite 47)

 

PLAN und DURCHFÜHRUNG

·       Es wurde darauf geachtet, daß die Gliederung tatsächlich eine Gliederung und keine Aufzählung ist. Die Zeit der „Vorphilatelie“ ist in Tarifperioden unterteilt.

·       Jedes Blatt trägt eine Überschrift.

·       Allgemeine Informationen oben, spezielle unter den Belegen.

·       Zumeist wenig Beschreibung, um zu erreichen, daß der Betrachter die Erläuterungen liest. Die Belege an sich sollen wirken.

·       Besonderheiten sind durch Fettdruck einzelner Worte hervorgehoben.

 

Ausgefallene, besonders beachtenswerte Stücke

Seite 8 (1844)  zweisprachig adressierter Paß nach Rußland                                       

Seite 11 (1848)  eine Zustellungsurkunde dokumentiert Unruhen während der März-Revolution

Seite 20 (1863)  kaum zu findendes Bestätigungsformular für eingezogenes Nachnahmegeld (= eines der wichtigsten Formulare im Postgeldverkehr)                                    

Seite 25 (NDP-Zeit) Ganzsachenausschnitt 2 Gr. auf 2 Sgr. (bisher nur 3 Registrierungen aus dem gesamten Norddeutschen Postbezirk)

Seite 40 (1897)  eines von zwei registrierten Ganzstücken der Gleiwitzer Privatpost

Seite 47 (1917)  Militär-R-Brief an die zeitweilig in Gleiwitz stationierte Intendantur des Großen Hauptquartiers

Seite 54 (1920)  Berliner Sicherungsstempel auf großformatigen O/S-Briefmarken   

Seite 56 (1920)  Kündigungskarte während des 3. Polnischen Aufstandes                  

Seite 59 (1944)  Karte nach Portugal mit verschlüsseltem Lebenszeichen für einen polnischen Exilsoldaten

Seite 60 (1945)  Brief vom 16. Januar   =  letztes registriertes Datum vom Postamt Gleiwitz

Seite 68 (1927)  zwei Klischees in einem Maschinenstempel war wider die Vorschrift  

Seite 72 (1937)  Maschinenstempel der Gußstätte der ersten  Eisernen Kreuze          

Seite 77 (1942)  kopfstehend geklebte Hitler-Marke war leichtsinnig                         

Seite 85 + 86 (1932 bis 1934)   bedarfsmäßig versandte Flugpostbriefe ins bzw. aus dem Ausland  

 

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